Geheime Sandstrände auf der französischen Riviera-
Träumt nicht jeder von einer Reise auf der französischen Riviera, Frankreichs himmlische Südküste? Ich habe das große Glück, in dieser schönen Gegend aufgewachsen zu sein, und mein Herz wird immer den Kalksteinfelsen, der buschigen Garide, den Mandel- und Olivenbäumen, den geheimen Quellen und dem schimmernden Mittelmeer gehören, wo immer ich bin. Ich wähne mich oft, ich wäre eine Meerjungfrau in einem früheren Leben gewesen, denn ich sehne mich immer nach dem Meer. Die französische Riviera – oder auf Originalton Côte d’Azur – kann sich mit vielen schönen Stränden rühmen, davon erzählte ich euch im vorigen Artikel, aber manche können im Hochsommer etwas übervoll werden. Wer will denn nicht einen Strand für sich alleine?
Ich teile mit euch jetzt echte Insidertipps von einer Einheimischen, denn ihr seid auf dem Reiseblog einer Provenzalin, um euch dabei zu helfen, die perfekte Frankreichreise zu planen, und die schönsten geheimen Sandstrände der französischen Riviera zu finden.
Ja, es gibt Sandstrände auf der französischen Riviera
Lasst mich nur etwas Wichtiges präzisieren. Sandstrände. Oft höre ich Leute behaupten, es gäbe keine schönen Sandstrände auf der französischen Riviera, und mein mittelmeerisches Blut kocht. Diese Leute waren bloß in Nizza und Monaco, Punkt, und haben keine Ahnung. Unsere perfekte, von Gott begnadete Côte d’Azur hat traumhafte Sandstrände, lasst mich nur hier einige aufzählen:
- Plage Notre-Dame in Porquerolles,
- Plage de Cavalière in Le Lavandou,
- Plage de l’Estagnol in Bormes-les-Mimosas,
- Plage de Pampelonne in Saint-Tropez/Ramatuelle,
- Plage de Pardigon in Cavalaire-sur-Mer… und weiter geht’s. Viele habe ich im vorigen Artikel beschrieben.
Lass uns nun aber zu den geheimen Exemplaren kommen.
Drei geheime Sandstrände, die ihr entdecken wollen werdet
Was heißt denn „geheim“? Ich meine, dass sie abgelegen sind, ein bisschen versteckt, und weit weniger voll als die oben genannten. Warum? Weil sie mit dem Auto nicht zu erreichen sind. Ihr könnt nicht direkt dort parken, ihr müsst ein wenig wandern, euer Zeug mitschleppen, usw. Und das ist für viele Leute abschreckend, insbesondere für Familien. Stellt euch vor, ihr habt drei Kinder, zwei Sonnenschirme, fünf Klappstuhle, Sandkasten, eine Kühlbox fürs Mittagsessen… ihr könnt nicht einfach dreißig Minuten lang unter der prahlen Sonne an der steinigen Küste wandern, um den geheimen Strand zu erreichen.
Diese Strände werden nur von Wanderern und Boot-Besitzern besucht, was die Zahl der Badegäste erheblich reduziert. Selbst in den beiden ersten Augustwochen, die verrückteste Zeit auf der Riviera überhaupt, konnte ich auf diesen Stränden fast alleine sein.
Plage de la Bastide Blanche und Cap Taillat
Entfernt euch von den lauten Partys in Saint-Tropez und sucht eure Ruhe in der nächsten Ortschaft, Ramatuelle, ein authentisch provenzalisches Dorf. Parkt bei l’Escalet, eine hübsche kleine Bucht. Von hier aus gibt es zwei Möglichkeiten: wandern, oder ein Kayak mieten. In beiden Fällen werdet ihr etwa eine Stunde bis zum Strand brauchen.
Ihr müsst in die Richtung des Felsvorsprungs laufen, das auf der rechten Seite steht, wenn ihr auf das Meer blickt: das ist der Cap Taillat, ein wunderbares Naturschutzgebiet, das alle mediterranen Farben aufweist. Beim Wandern oder beim Rudeln werdet ihr euch darüber wundern, dass das Wasser so klar, so durchsichtig ist, dass ihr bis zum Meeresboden schauen könnt, und ihr werdet nach verlorenen Schatztruhen suchen wollen.
Aber wenn ihr das Kap erreicht, über die kleine sandige Landbrücke geht und den Strand Bastide Blanche erreicht, wird eure Entzückung neue Höhen erreichen. Das ist es. Die idyllische Côte d’Azur, die alle Maler und Dichter verrückt werden ließ, die mittelmeerische Sehnsucht schlechthin. Viel Spaß.
Hier eine kleine Karte, um euch dabei zu helfen:
Plage du Sud auf der Insel Port-Cros
Vor der Küste von Hyères liegen drei schöne Inseln, die wir „die goldenen Inseln“ (Îles d’Or) nennen: Porquerolles, Port-Cros, und Le Levant.
- Porquerolles ist die bekannteste. Sie hat zwei wunderschöne Strände, Plage d’Argent und Plage Notre-Dame, die im Frühling und Herbst idyllisch sind, aber im Sommer wirklich voll werden.
- Le Levant ist die originellste: sie ist eine FKK Insel, wo man sich komplett ausziehen muss, um ans Wasser zu kommen. (Ich war dort und erzähle davon hier, auf Französisch. Selbstverständlich nackt.)
- Port-Cros… sie ist die wilde. Die geheimnisvolle, verstecke Schatzinsel. Ich kann kaum sagen, wie sehr mir der Ort ans Herz gewachsen ist.
Für mich ist Port-Cros das originelle mittelmeerische Paradies. Wenn ich an den steinigen Felsklippen laufe oder mich im dichten Nagelwald verliere, wo die Zikaden so laut werden, dass es mich fast taub macht, fühle ich mich zurück in die alten Zeiten versetzt, da wo Götter und Nymphen die Wälder bewohnten. Der Zauber von Port-Cros hat viele Dichter und Künstler fasziniert. „Wenn das Paradies eine Insel sein soll, so ist es Port-Cros“, sagte ein französischer Schriftsteller.
Die Insel ist ein striktes Naturschutzgebiet. Ihr könnt weder rauchen, noch fischen, Auto oder Fahrrad fahren, einen Hund mitnehmen, und natürlich dürft ihr nichts pflücken. Die Boote gehen vom Hafen von Hyères, aber es sind nicht viele, die nach Port-Cros gehen: wenn ihr sicher sein möchtet, den Tag genießen zu können, so solltet ihr das erste Boot nehmen. Für eine Hin- und Rückfahrt wird es um die dreißig Euro kosten. Ihr dürft auf Port-Cros nicht zelten, und Wildcampen ist strengstens verboten und mit hohen Strafen verbunden – wenn ihr auf der Insel nicht übernachtet, so solltet ihr sie wirklich mit dem letzten Boot verlassen. Es gibt ein wunderbares Luxushotel, Le Manoir (extrem romantisch), und billigere Air BnBs, aber sie werden im Sommer schnell gebucht – plant im Voraus, die Insel ist ja fast unbewohnt.
Wenn ihr auf der Insel seid, folgt den Schildern in Richtung Plage du Sud.
Wenn ich die Bilder betrachte, die ich dort geschossen habe, kann ich kaum glauben, dass sie real sind. In diesem Naturschutzgebiet fürchten Fische Menschen nicht, so umgeben sie euch, streicheln euch mit Neugierde. Das Wasser ist so glasklar, dass es sich wie ein offenes Aquarium anfühlt. Es war eine feenhafte Erfahrung.
Nachdem ihr euch von euren neuen Seefreunden verabschiedet habt, solltet ihr nicht sofort zum Hafen zurückkehren. Bleibt auf dem Pfad in Richtung „Route des Crêtes“. Wozu? Um solche Aussblicke zu geniessen. Ja, die gibt es wirklich. Willkommen auf der authentischen Côte d’Azur.
Plage du Grand Jardin in Bormes-les-Mimosas
Bormes-les-Mimosas gehört zu den hübschesten Dörfern der Provence – dort scheint alles für Instagram gemacht worden zu sein. Am Bekanntesten ist ein wunderschöner Strand, Plage de l’Estagnol, der dank seiner halbmondförmigen Bucht, weißem Sand und türkisem Wasser oft mit der Karibik oder den Seychellen verglichen wird. Das Problem? Der enge Strandstreifen ist im Sommer so übervoll, dass es kaum einen freien Zentimeter gibt.
Wenige Leute wissen, dass es einen zweiten Schwesterstrand gibt, der genau so schön und fast leer ist. Parkt bei l’Estagnol – ja, es kostet 8 Euro, und nein, ihr habt keine Wahl, ich habe es schon oft versucht, alle Parkplätze auf dieser Straße sind genauso teuer, und sie ist so eng, dass wildes Parken schlicht unmöglich ist. Wenn ihr aufs Meer schaut, solltet ihr nach Links laufen. Nach einer Wanderung von ungefähr zwanzig Minuten auf einem steinigen Pfad unter den großen Pinien findet ihr den zweiten Juwel, Plage du Grand Jardin, und ihr werdet euch wie im Piratenfilm fühlen. Grüßt Jack Sparrow von mir.
Wenn ihr Lust auf mehr habt, so solltet ihr weiterwandern, bis zum Fort de Brégançon, die beeindruckende Sommerresidenz des französischen Präsidenten. Unterwegs findet ihr weitere schöne Strände.
Eine Karte:
Ein letzter Geheimstrand: En-Vau in Cassis
OK, das ist ein steiniger Strand. Aber ach so schön. Ich habe hier mehr darübergeschrieben, in englischer Sprache.
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le 15 Dezember, 2016 à 9 h 45 min a dit :
Ein sehr schöner Bericht und Bilder, die Lust auf mehr machen. Obwohl ich die Gegend gut kenne, sind viele hidden places dabei, die ich unbedingt noch entdecken muss!
Grüße vom Bodensee Marion von Bodenseeliebe
le 18 Dezember, 2016 à 20 h 43 min a dit :
Danke liebe Marion, es freut mich total, dass dir der Artikel gefallen hat! Ich hoffe, dass diese Tipps dir vom Nutzen sein werden!
le 22 Juni, 2017 à 19 h 40 min a dit :
Merci Beaucoup !
Wir gehen oft an den Plage de Layet bei Cavalaire. Auch sehr, sehr schön.
le 13 Juli, 2017 à 13 h 58 min a dit :
Den Plage du Grand Jardin hab ich vor ein paar Jahren mal selbst gefunden, d.h. in Google Maps entdeckt und den Weg dahin gesucht. Er ist wirklich so schön und leer wie hier beschrieben.
le 13 Juli, 2017 à 14 h 49 min a dit :
Danke Rolf, es freut mich total, dies zu hören 🙂
le 5 Juni, 2020 à 17 h 08 min a dit :
Die Strände sehen echt atemberaubend aus. Weißt du zufällig ob dort auch Hunde geduldet werden?
le 8 Juni, 2020 à 13 h 35 min a dit :
In der Regel schon, das muss man einzeln prüfen, aber in der Regel ja ! 🙂